Frankreich-Austausch 2024 nach Poitiers

Vom 6.6. bis zum 13.6. sind 14 Schüler:innen des 9. und 10. Jahrgangs gemeinsam mit Frau Meyer zu Kniendorf und Frau Thode nach Poitiers in Frankreich gereist.


Vor Ort haben die Schüler:innen das alltägliche französische Leben in den Familien ihrer Austauschpartner:innen und das französische Schulsystem kennengelernt. Am Wochenende haben in den Gastfamilien viele schöne Ausflüge und Begegnungen stattgefunden. Außerdem stand auf dem gemeinsamen Programm ein Sport-Event in der Schule, eine Rallye durch Poitiers, ein Tagesausflug in die Stadt La Rochelle und ein Besuch im Freizeitpark „Futuroscope“. Die Woche wurde von allen sehr genossen – der Austausch war ein voller Erfolg!

Silber für die Klosterschule

Am Freitag, den 28. Juli, nahm die Klosterschule am Finaltag der Jr. NBA in der Inselpark-Arena teil. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 erreichten den beeindruckenden zweiten Platz von 30 teilnehmenden Hamburger Schulen.

Trotz aller Anstrengungen musste sich die Klosterschule in den Trikots der Sacramento Kings am Ende knapp geschlagen geben. Der Einsatz und das Engagement der Schülerinnen und Schüler wurden mit Silbermedaillen belohnt. Bis zum Finale hatte unsere Mannschaft eine beeindruckende Siegesserie hingelegt und die ersten 12 Spiele alle gewonnen. Erst die Mannschaft der Heinich-Hertz Schule konnte diese Serie stoppen und ihre dritte Meisterschaft in Folge erringen.

Insgesamt war es eine großartige Leistung der Klosterschule und die Schülerinnen und Schüler können stolz auf ihren zweiten Platz sein. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!

Am Turnier nahmen für die Klosterschule teil: Felicity, Azra, Antwi, John, Deik, Mateo, Dylan, Lasse, Yossi, Inusa, Francisco, Nessim

Ausstellung in der Sammlung Falckenberg

Kurz nach der fulminanten Aufführung des Theaterstücks „Being Cindy Sherman“ unter der Spielleitung von Anke Balk präsentierten die Schüler:innen des Profils „Ästhetisches Handeln“ am 16.6. in der Sammlung Falckenberg die Ergebnisse ihrer ästhetischen Forschung, welche sie seit Beginn des 2. Semesters im Kunstunterricht entwickelt hatten.

Im Rahmen des „(non-)binary fashion studios“, einem Kooperationsprojekt des Profils mit den Deichtorhallen, hatten die Schüler:innen sich intensiv mit den Werken der Künstlerin Cindy Sherman auseinandergesetzt und im Kunstunterricht persönliche Fragestellungen rund um die in Shermans Werk behandelten Themen Mode, Identität, Gender, Schönheitsideale, Stereotypen und Geschlechterrollen entwickelt. Unterstützt wurden sie dabei nicht allein von ihrer Lehrerin Sibylle Breier, sondern insbesondere von der Künstlerin Sabine Flunker, die über mehrere Wochen engagiert den Kunstunterricht mit gestaltet und vor Ort begleitet hatte.

Möglich war dies geworden durch das Engagement von Isabel Abele aus der Abteilung kulturelle Bildung der Deichtorhallen und vor allem auch durch die finanzielle Förderung des Projekts durch den Projektfond Kultur und Schule.

Neben einzigartigen Kleidungsstücken wurden in der Sammlung Falckenberg Slideshows der Schüler:innen präsentiert, in denen diese ihre ästhetische Forschung auf wiederum künstlerische, quasi filmische Weise reizvoll bündelten.

Die beeindruckenden Räumlichkeiten der Sammlung Falckenberg boten der kleinen, aber feinen Ausstellung einen ausgesprochen würdigen Rahmen. Präsentiert neben Arbeiten von Studierenden der Kunstakademie Wien und der Hochschule für bildende Künste Hamburg befanden sich die Schüler:innen-Arbeiten in einer sehr passenden Nachbarschaft und konnten sich nahtlos in den Ausstellungskontext integrieren. Die Studierenden ihrerseits wurden präsentiert im größeren Zusammenhang der Ausstellung der Künstler:innen Jakob Lena Knebl & Ashley Hans Scheirl – die u.a. Themen wie Konstruktion von Identität und Gender behandeln – einen stimmigeren Abschluss für dieses Projekt hätte man sich nicht wünschen können…

Der Zukunft Gehör verschaffen – Wir laden ein!

TONALi-Kunstschutzgebiet – Konzert am 5. Juli um 18:00 Uhr im Karo-Viertel

… und das Musikprofil des Jahrgangs 11 ist dabei.

Der Zukunft Gehör verschaffen, so lautet das Motto des preisgekrönten Kulturvermittlungsprogramms TONALI. Schüler:innen aus verschiedenen Hamburger Schulen werden im Bereich Vermittlung von Kunstmusik selbst aktiv, machen dabei Erfahrungen im Kultur-/Konzert­management und nicht zuletzt auch selbst Musik.

Nach der ersten Etappe, unserem gemeinsamen Auftritt mit unserem Patenmusiker bei der Kulturnacht 2023, wird das Musikprofil der Jahrgangsstufe 11 noch einmal aktiv. Darum:

Wir laden ein zum Kunstschutzgebiet-Konzert am Freitag, d. 5. Juli, um 18:00 Uhr im Karoviertel (Flora-Neumann-Straße 10)!!

Das Gebiet wird in den Jahren 2023 – 2026 von Akademist:innen der TONALi Bühnenakademie, Jugendlichen aus der ganzen Stadt sowie Anwohnenden künstlerisch erforscht, bespielt und gestaltet.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Jahrgang 10 im Sand

​​Laut gejubelt, angefeuert und geschwitzt haben die Klosterschüler:innen des Jahrgangs 10 am vergangenen Dienstag (19.6.) im Sand in Dulsberg. Beim Beachvolleyball-Jahrgangsturnier sind 3-4 gemischte Teams jeder Klasse an den Start gegangen, beinahe jeder Punkt wurde lautstark gefeiert. Vielen Dank an die Schüler:innen für so viel Stimmung, Spaß, Ehrgeiz und Fairness!

Der Gesamtsieger wurde als Summe aller Siegpunkte der einzelnen Klassenteams ermittelt: Herzlichen Glückwunsch an die 10b!

Gegen das Vergessen

Am 31.5. und 6.6. berichteten Berhard Esser und Barbara Brix vor den Schüler:innen des 9. Jahrgangs ihre Familiengeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Bernhard Esser (geboren 1944) wuchs in Hamburg in einer kommunistischen Familie auf. Während der Naziherrschaft in den 1930er und den 1940er Jahren wurden mehrere Familienmitglieder von ihm verhaftet, gefoltert und teilweise mehrere Jahre in Konzentrationslagern festgehalten. Sein Onkel, Alwin Esser, wurde 1933 im Konzentrationslager Fuhlsbüttel so stark misshandelt, dass er nicht überlebte und mit 21 Jahren starb. Die übrigen Familienmitglieder überlebten den Nationalsozialismus.

Barbara Brix (geboren 1941) wuchs in Breslau und im Ruhrgebiet auf. Erst 2006, lange nach dem Tod ihres Vaters, erfuhr sie, dass dieser während des Nationalsozialismus bei den Einsatzgruppen im besetzten Osteuropa an Massenerschießungen und weiteren Kriegsverbrechen beteiligt war. Die beiden Zeitzeugen berichteten den Schüler:innen die Geschichten ihrer Väter und was diese heute für sie bedeutet. Im Anschluss war Zeit für Fragen und es wurde über die aktuelle politische Situation gesprochen.

Wer mehr wissen möchte: 2020 führten Schüler:innen der Klosterschule und des Helmut-Schmidt-Gymnasiums Videointerviews mit den Beiden und weiteren Personen zu ihrer Familiengeschichte während des Nationalsozialismus durch. Diese sind hier zu finden:

https://gedenken-hamburg-mitte.de/infothek/videos-des-schulprojekts-familiengeschichten-aus-der-ns-zeit-zur-woche-des-gedenkens-hamburg-mitte/

Klosterschule beteiligt sich an Juniorwahl

Vom 31.5. bis 6.6. wurde an der Klosterschule gewählt; die Jahrgängen 9-11 beteiligten sich am bundesweit stattfindenden
Projekt “Juniorwahl”.

Die Juniorwahl läuft wie eine richtige Wahl ab: mit Original-Wahlzetteln, Wahlbenachrichtigung, Wahlkabine, Wahlvorstand
usw. Die Ergebnisse aller bundesweit beteiligten Schulen werden zentral gesammelt und parallel zum Schließen der Wahllokale in Deutschland
veröffentlicht. Bei dieser Juniorwahl haben sich bundesweit mehr als 1 Million Schüler:innen beteiligt. Die Ergebnisse aller Schulen bundesweit sowie mehr Informationen zum Projekt Juniorwahl finden Sie hier:
https://www.juniorwahl.de/europa-2024.html

Von 335 wahlberechtigen Schüler_innen der Klosterschule gaben 287 ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung lag somit bei 85,7%. Organisiert und ausgezählt wurde die Wahl vom Profil Demokratie und Verantwortung aus Jahrgang 11. Vor- und nachbereitet wird die Wahl in allen beteiligten Kursen im PGW-Unterricht.

Alle Parteien mit weniger als 3% der Stimmen wurden in dieser Abbildung unter “Sonstige” zusammengefasst”.

Alfons an der Klosterschule

„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“

Mit diesem Zitat, ob von Simon Wiesenthal oder Edmund Burke, und dem Appell, es sich zu Herzen zu nehmen und ihm zu folgen, entlässt uns Alfons am Montag aus einer Gesprächsrunde.

Es braucht keine detaillierte Kenntnis aktueller Meldungen, um die Relevanz dieses Gedankens zu erkennen. Diese Botschaft zu vermitteln, war wohl Alfons´ Ziel, als er am Montag, den 29. April, zu uns in die Schule kam. Vorher hatten wir, die 8c, unverhofft das Glück gehabt, Alfons schon im St. Pauli-Theater erleben zu dürfen. Der Mann, den bestimmt viele als vermeintlich tüdeligen französischen Reporter in orangener Trainingsjacke und recht windschnittiger Frisur kennen, berichtete hier mit seinem Programm „Jetzt noch deutscherer“ von seiner bewegenden Familiengeschichte, welche ihn die Avancen des deutschen Staates, d/Deutscher zu werden, sehr zögerlich, dann aber positiv beantworten ließ.

Im Gespräch vor Ort nun übertrug er diese Motive nicht nur auf das uns in Zeitung, Fernsehen, Internet begegnende Heute, sondern auch auf Situationen und Momente, die wir tatsächlich alle selber erleben. Mach den Mund auf, wenn im Klassenchat rassistische Witze gemacht werden, misch Dich ein, wenn jemand aufgrund seiner Gruppenzugehörigkeit beleidigt oder bedroht wird. Sei nicht nur guter Mensch, sondern unternimm auch etwas gegen Böses. Sonst wird es triumphieren.

Aufführung “Being Cindy Sherman” am 5.6. um 19 Uhr

Die Arbeit unseres Profils zu der US-amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman begann im Februar mit einem Ausstellungsbesuch in der Sammlung Falckenberg. Die Ausstellung „ANTIFASHION“ umfasste inszenierte Fotografien Shermans, die ihre Auseinandersetzung mit der Modewelt, Identität, sowie Geschlecht und Gender widerspiegeln. Dabei scheut sich Cindy Sherman nicht mit ihren Werken zu kritisieren, provozieren oder auch mal Ekel zu erregen.

Zusammen mit der Bühnenbildnerin und Illustratorin Sabine Flunker begannen wir im Rahmen des Kunstunterrichts mit der eigenen Auseinandersetzung mit den zentralen Themen in Cindy Shermans Werken. Dazu gehörte das Experiment mithilfe von Papierbögen, Stiften und Klebeband genderneutral wahrgenommen zu werden, sowie weitere Aufgaben. Diese halfen uns schließlich bei der Themenfindung unserer individuellen Projekte. Bei der mehrwöchigen Projektarbeit kamen unter anderem Kleidungsstücke, Fotostrecken und Filme zustande. Im zweiten Teil unseres Projektes zu Cindy Sherman reflektierten wir unsere Arbeit, indem wir Slideshows zu unseren bisherigen Ausarbeitungen anfertigten. Die Slideshows, sowie einige weitere Arbeiten des Profils werden am 16. Juni in der Sammlung Falckenberg ausgestellt.

Parallel zu der Arbeit im Kunstunterricht beschäftigten wir uns auch im Fach Theater mit Cindy Shermans Werken. Bei einem Besuch der Künstlerin Mariola Brillowska probierten wir uns in der inszenierten Fotografie, indem wir uns in Figuren aus Shermans „History Portraits“ verwandelten. Unser Theaterstück ist eine Collage dieser Auseinandersetzungen mit Cindy Sherman sowie den von ihr inspirierten Themen wie Mode, aber auch Gesellschaftskritik und Angst.

„Being Cindy Sherman“, Aufführung des Kunstprofils Jg. 11, am Mittwoch, den 5. Juni, um 19 Uhr, Eintritt frei, Spenden sind willkommen

Spielleitung: Anke Balk

Superzart*

Am 20.04.2024 war die Klosterschule auf dem SUPERZART* Festival (intersektionales queerfeministisches Festival) im Schauspielhaus und selbst mit folgenden künstlerischen Beiträgen vertreten: dem Musikpraxiskurs von Herrn Päßler, Theater von Frau Juppenlatz, zwei Tanzkurse (einer von Frau Ahrens und einer von Frau Heller) und die Vielfalt AG mit einem Podiumsgespräch in Kooperation mit dem queeren Schulaufklärungsprojekt Soorum.

Das SUPERZART* Festival führte erstmalig Akteur*innen und Kunstler*innenunterschiedlicher Sparten zusammen, die sich mit queerfeministischer Bildungsarbeit und mit gesellschaftlicher und sexueller Utopie beschäftigten und in deren Arbeiten eine diskriminierungskritische und diversitatssensible Haltung erkennbar wurde. Dabei ging es um Chancengerechtigkeit sowie Aufklärung und Freiheit – und Freiheit durch Aufklärung.

In Workshops, Diskussionen und Begegnungen mit inspirierenden Gast*innen ermöglichte SUPERZART* eine empowernde Vernetzung, in der Neues entstehen durfte und Kunst und Gesellschaft ineinanderflossen.