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Sommerkonzert am 26. Juni um 19 Uhr PDF Drucken

18 SoKo Plakat klein

 
Be careful, watch out! PDF Drucken
Geschrieben von: Benjamin Svensson   

„Man denkt immer, das ist so weit weg, und dann steht da einer vor einem, der das alle miterlebt hat", sagt eine Neuntklässlerin nach dem Zeitzeugengespräch mit Guy Stern. Neunzig Minuten hat der fast hundertjährige Germanistikprofessor aus Detroit SchülerInnen der Klosterschule aus seinem Leben erzählt. Und das ist außergewöhnlich: In Hildesheim als Günther Stern geboren, wird der fußballbegeisterte Junge 1937 zu einem Onkel in die USA geschickt. Immer stärker war er als Sohn deutscher Juden Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt.
Der älteste Sohn der Familie soll die Verwandten nachholen, was ihm nicht gelingt. Als Kellner verdient er Geld, um studieren zu können, und meldet sich nach Pearl Harbor zu einer Spezialeinheit der US-Army. „Diesem Krieg, der mich meiner Familie beraubt hat, musste ich angehören", beschreibt er seine Motivation.
Trotz des ernsten Themas macht Guy Stern, während er erzählt, Späße mit den Jugendlichen, läuft durch die Reihen und spricht immer wieder direkt mit dem Publikum.
Nach neun Wochen Ausbildung wird er als Teil der sogenannten „Ritchie Boys" erst nach England und kurz nach dem D-Day nach Frankreich verlegt. Auf einmal war der Ernstfall da. „Angst hatten wir alle", verrät er, denn niemand wusste, was die Deutschen mit einem jüdischen US-Soldaten tun würden, sollte er in Gefangenschaft geraten. Vor dem Einsatz wird er aber noch schnell eingebürgert. Endlich habe er, dem in Deutschland die Staatsbürgerschaft entzogen worden war, wieder einen Platz gehabt, berichtet er. Er und die andere Exilanten hatten während der Zeremonie Tränen in den Augen. „Ich wurde amerikanischer Patriot", erzählt er.

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Guy Stern befragte, mit Sprache und Kultur bestens vertraut, deutsche Kriegsgefangene und versuchte, durch geschickte Gesprächsführung herauszufinden, wo die deutschen Truppen waren, wo Minen gelegt worden waren und welche Pläne die deutsche Kriegsführung hatte.
Als der Krieg im Mai 1945 gewonnen war, suchte Stern seine Familie, fand aber niemanden mehr. Die Stadt seiner Kindheit war eine Ruinenlandschaft, die Eltern verschollen. Erst vor einigen Jahren entdeckte seine Frau seine Eltern auf Aufnahmen der Deportation der Hildesheimer Juden. Er selbst hat sich die Bilder bis heute nicht angesehen.
Er sei kein Experte für deutsche Innenpolitik, bekennt Stern am Ende seines Vortrags. Dennoch: Die Aussage Angela Merkels, Hass und Antisemitismus habe in Deutschland keinen Platz, sei „ein Wunsch und keine Tatsachenbeschreibung." Er habe erlebt, wie schnell ein Land in die Barbarei abgleiten könne. Und so schließt er mit einer Aufforderung an die nachwachsende Generation: „Die Demokratie ist ein zartes Gebilde! Passt auf!"

Das Hamburger Abendblatt berichtete ebenfalls in diesem Artikel über die Veranstaltung.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Juni 2018 um 09:36 Uhr
 
Bach und Meer PDF Drucken
Geschrieben von: Benjamin Svensson   

Direkt aus den Konzertsälen in Tokyo, Salzburg und Peking in die Aula der Klosterschule zum Tonali-Konzert: Der Cellist Manuel Lipstein ist mit seinen 17 Jahren schon weit herumgekommen. Dass ihm das Musizieren viel Spaß macht, merkt man ihm an. Es ist aber auch mit viel Arbeit verbunden: „Von nichts kommt nichts", sagt er. „Mindestens zwei Stunden am Tag muss man schon üben – eher mehr." Seit seinem zehnten Lebensjahr studiert der junge Musiker und Komponist in Köln.
In zwei Konzerten in der Aula spielte Manuel die Cellosuite 4 von Johann Sebastian Bach, das Stück „JEITA" der zeitgenössischen Komponistin Michaela Rea Catranis (*1985) sowie eine Eigenkomposition. Die SchülerInnen der Klosterschule konnten so neben klassischer Cello-Literatur auch hören und sehen, welche besonderen Töne man diesem Insturment noch entlocken kann.

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Zum Schluss bat der Musiker die Zuhörer um einige Begriffe und improvisierte dazu – und wer genau hinhörte, konnte in seinem Spiel das Meer, das Millerntorstadion und die russische Kälte erkennen.
Wir drücken Manuel die Daumen für den Tonali-Wettbewerb 2018!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. Juni 2018 um 16:31 Uhr
 
"Generationen" - Musiktheater Jg. 11 PDF Drucken
Geschrieben von: Laura Gerloff   

Als du 17 warst...

Was waren deine Alltagsorte, deine Lieblingsorte? An welche Geräusche erinnerst du dich? Welcher Gegenstand war dir besonders wichtig? Worauf warst du stolz und was wolltest du ändern? Welche Arten von Druck hast du gespürt? Was war für dich ein friedlicher Tag?
Als wir unsere Eltern und Großeltern das fragten, kamen die verschiedensten Antworten. Und gleichzeitig entwickelten wir neue Fragen: Was ist überhaupt eine Generation? Was verbindet all diese Geschichten und was können wir aus ihnen lernen?

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Am 13. und 14. Juni präsentiert das Musikprofil des 11. Jahrgangs um 19.30 Uhr in der Aula das durch Interviews inspirierte Musiktheater-Projekt "Generationen" - Eintritt frei!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 10. Juni 2018 um 21:52 Uhr
 
Klosterschul-Fußballer bei den Hamburger Meisterschaften erfolgreich PDF Drucken
Geschrieben von: Philipp Schwahn   

Bei den diesjährigen Hamburger Meisterschaften im Fußball ist die Auswahl der Klosterschule (Jg. 5/6) souverän mit Ergebnissen von 2:0 und 5:0 in die zweite Runde des Turniers gestürmt. Stark war dabei das Zusammenspiel der Gruppe, die sonst nie die Gelegenheit hat, miteinander zu trainieren – so hatten die Jungs auch vor Gegnern keine Angst, die z.T. einen Kopf größer waren als sie. In der zweiten Runde am 17.4. in Langenfort (Barmbek-Uhlenhorst) hat sich die Auswahl durch ein dramatisches Elfmeterschießen in die Zwischenrunde gekämpft – die anschließenden Gegner aus Sportschulen waren aber dann doch eine Nummer zu groß für die Jungs. Trotzdem – die Klosterschule landete auf dem 4. Platz und findet sich damit unter den acht besten Schulen Hamburgs wieder!

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Mai 2018 um 07:18 Uhr
 
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